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Der Vergessene

Im März ist Roland Gräf zum letzten Mal öffentlich aufgetreten. Und weil die Öffentlichkeit eine kleine, familiäre war – aus Mitstreiterinnen und Freunden wie Jörg Gudzuhn und Tamara Trampe, Hermann Beyer und Jürgen Böttcher –, ließe sich auch sagen: Der Kameramann und Regisseur hat sich verabschiedet. Gräf war gezeichnet von Krankheit, aber bester Laune bei der Vernissage in einer Galerie in Potsdam-Babelsberg. Gezeigt wurden einige seiner Fotografien, erschienen in einem Bildband, dessen Titel die Bezugspunkte seines Künstlerlebens wie auch das Wissen um sein nahendes Ende transportiert: Meine Last Picture Show.

The Last Picture Show hieß Peter Bogdanovichs Film von 1971, der Hochzeit des New Hollywood. Fast zur gleichen Zeit debütierte Gräf bei der DEFA als Regisseur. Mein lieber Rob…

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