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„Hallo, hier Ruslan ...“

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Überreste eines Munitionslagers in Vrbětice, Tschechien

Foto: CTK Photo/IMAGO

Das war ein Riesenknall mit Rauchwolke, 2014 in Vrbětice, kurz darauf war es so still wie nie, keine zwitschernden Vögel, nichts. In einigen Bäumen hingen Maschinengewehre. Wenn ein Tier dort entlangstreifte, folgten kleinere Explosionen noch wochenlang. Die übrig gebliebenen Waffendepots zu leeren, füllte 550 Laster, 953 Hektar Wälder und Weiden blieben fünf Jahre lang gesperrt. Seit 17. April 2021 beschuldigt Tschechien zwei aus Funk und Fernsehen bekannte Agenten des russischen Militärgeheimdienstes GRU als Täter.

Vrbětice, 400 Einwohner, liegt in der mährischen Walachei. Ein kaltsonniger Morgen im Mai, Weiden im Weichzeichnerlicht, Silhouetten von Kuhherden. Die Causa ist wirr: Sinn ergibt, dass Rus…

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