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Der Paragraf 218 muss weg

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Schon 1975 forderten viele Frauen die Abschaffung des sogenannten Abtreibungsparagraphen 218, wie hier in Dortmund

Foto: Klaus Rose/IMAGO

Im Reichstag saßen die Katholiken, als das Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen vor 150 Jahren in das Strafgesetzbuch aufgenommen wurde, mit 60 Abgeordneten einer eigenen Fraktion der Zentrumspartei. Es drohten bis zu fünf Jahre Zuchthaus. Frauen hatten weder aktives noch passives Wahlrecht. Die Nazis verboten dann jegliche „Werbung“ durch Ärzt:innen, womit auch sachliche Information gemeint war, und führten die Todesstrafe ein.

So alt wie der Paragraf 218 ist der Widerstand dagegen: Stets versuchten sozialistische Parteien sowie Frauenbewegungen, den Unrechtsparagrafen zu kippen. Zu dramatisch seine Auswirkungen: Unzählige Frauen verbluteten b…

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