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Hart wie Stahl

Es gibt Zeiten, da implodieren die Maßstäbe: Klimakatastrophen, Pandemien und weltweite Finanzkrisen sind Beispiele. Zeiten sind das, in denen global ausgreifende Thesen wohlfeil klingen, sich aber die wenigsten davon bewähren. Was also erwarten von einem Buch, das ebenso schlicht wie selbstbewusst Das Geld heißt und von einem an der TU Chemnitz lehrenden Altphilologen verfasst wurde? Eske Bockelmann, soviel gleich vorab, veröffentlichte vor sechzehn Jahren einen umfangreichen Essay darüber, wie die Einführung des Geldes selbst den Rhythmus der poetischen Rede steuerte, ja dem menschlichen Geist seine Form aufprägte (Der Takt des Geldes, Zu Klampen 2004). Man darf also davon ausgehen, dass hier ein Thema seinen Autor gesucht hat.

Das Geld stellt sich dem Leser vor als Triptychon. Im erst…

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