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Der Sound des Rollfelds

Soziologin Martina Löw weiß, was „die Stadt“ ist, nämlich: „eine schichtspezifische Syntheseleistung.“ Damit meint sie, dass Urbanität erst durch bestimmte Handlungen hergestellt wird. So konstituiert sich das Städtische durch das Neben- und Miteinander von Politik und Wirtschaft, Historischem und kulturellen Artefakten, die im Raum der Stadt permanent neu angeordnet und verhandelt werden – Löw verwendet in diesem Zusammenhang den Begriff der Eigenlogik. In besonderem Maße konstituierend für die städtische Eigenlogik Berlins sind die Jahre der Teilung, die bis in die Gegenwart nachwirken. Im damaligen Ost-Berlin formiert sich der Widerstand gegen den diktatorischen Überwachungsstaat, West-Berlin wird Enklave verschiedener Subkulturen: Hausbesetzer, Wehrpflichtverweigerer, Anarchos, Punk…

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