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Was machbar ist, soll möglich sein

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Professor Dr. theol. Andreas Lob-Huedepohl, Mitglied des Deutschen Ethikrates, bei einer Pressekonferenz

Foto: Reiner Zensen/Imago Images

Unter allen Wipfeln ist Ruh, dachte man nach den letzten großen bioethischen Debatten im Bundestag. Das war 2002, als das Parlament mit einem eher fragwürdigen Kompromiss die Einfuhr embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken zwar erlaubte, die Produktion hierzulande jedoch verbot. 2004 war es dann eine auf sehr schwerwiegende genetische Krankheiten eingeschränkte Auswahl von Embryonen im Reagenzglas, die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID). Hier wie dort wurde das schwere Los von Patienten oder Eltern mit einer entsprechenden Erbanlage aufgerufen, um zu legitimieren, was man in der Bioethik slippery slope nennt, die abschüssige B...

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