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Unterschiedliche Sensibilitäten

Nach dem Ende meiner Schulzeit entschied ich mich für ein Studium der Afrikawissenschaften und der Neuen deutschen Literatur. Unklare Jobperspektiven waren damit vorprogrammiert, doch das störte mich nicht sonderlich, ich wollte später „irgendetwas“ im kulturellen oder interkulturellen Bereich machen. So führte mich meine Wahl an das Seminar für Afrikawissenschaften einer großen deutschen Universität, wo ich mit Enthusiasmus das Studium begann. Bald kam ich in Kontakt mit der Critical Whiteness, die ich für eine gute Sache hielt (siehe dagegen Freitag 16/2017). Sie nimmt sich die blinden Flecken und Privilegien der weißen Dominanzkultur vor, kritisiert die Ungerechtigkeiten und Unterschiede im Zugang zu materiellen und gesellschaftlichen Ressourcen. Ich war umso mehr angetan, als „Schwa…

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