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Nachts im Kaufhaus

Die Organisation der Stadt kehrt sich gegen sie. Warum sollte es ihr anders ergehen als den Demokratien, die ihre eigenen Feinde erschaffen? Urbanität ist der Nährboden und wird zur Bühne ihrer Zerstörung. Ihre Topografie ist akribisch vermessen, eine Abweichung vom Fahrplan der Metro will sich dieser Film nicht gestatten.

Zielstrebig nähern sich die blutjungen Attentäter ihren Zielen. In ihrem Gepäck haben sie Sprengstoff, eine Pistole und eine gehörige Portion Naivität. Mit kaltblütiger Entschlossenheit führen sie ein Ballett der Verwüstung auf, dessen stille Virtuosität an die Kriminalfilme von Jean-Pierre Melville erinnert. Die Glieder dieser Kette greifen unfehlbar ineinander; nur zweimal verdickt sich kurz der Zeitfluss in Rückblenden. Das nimmt dem Spektakel nichts von seiner Dri…

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