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Einsame Spitze

Dingle Bay an der irischen Westküste: Die Sarah Ellie, eine Mischung aus Fischerboot und Ausflugsdampfer, ist gerade im Hafen gestartet. Paul Flannery steht im Ruderhaus. Der 52-jährige rundliche Skipper zupft an seiner blauen Schiffermütze und nimmt Kurs aufs offene Meer.

In der Ferne erscheint ein zerklüftetes, baumloses, aber grünes Eiland. Great Blasket, erklärt Flannery. Die wohl berühmteste Geisterinsel Irlands ist über fünf Kilometer lang, einen Kilometer breit und trägt einen knapp 300 Meter hoch aufragenden Buckel. Von den kleinen, weiß gestrichenen Häusern der Insel stieg einst Rauch auf. Doch das ist Geschichte: Heute lebt niemand mehr auf den insgesamt sieben Blasket Islands. Nur ein paar Häuser und verlassene Höfe auf der Hauptinsel stehen noch. „Bewohnt waren die Inseln bi…

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