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Vampirfilm „Blutsauger“: Wonach das Kapital dürstet

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Ist das hier die „Einsaugung lebendiger Arbeit“, wie Marx sie beschrieb?

Foto: Grandfilm

Es ist das Jahr 1928 und ein etwas unscheinbar dreinblickender Mann (gespielt vom georgischen Regisseur und Absolventen der Berliner Filmhochschule DFFB Alexandre Koberidze, dessen Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? erst vor wenigen Wochen im Kino startete) steht in Frack und Zylinder an einem Ostseestrand. Er wird sich als der Sowjetunion entflohener russischer Aristokrat ausgeben und, als dies als Lüge auffliegt, den Namen Ljowuschka zulegen. So nämlich wurde er, wie eine Rückblende zeigt, von Sergei Eisenstein (Anton Gonopolski) während der Dreharbeiten zu dessen Film über die Oktoberrevolution genannt, in dem Ljowuschka Leo Trotzki verkörperte. Bei der Premiere aber hatte er fes…

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