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Gedenken in Berlin: Tage der Entflaggung

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„Du willst Flaggen? Da vorne an der Straße hängen an einem Haus gleich fünf ukrainische Flaggen!“

Foto: Bianca Otero/Zuma Press/dpa

Es sagt einiges über Gedenktage aus, wenn zuerst darüber gesprochen werden sollte, was es alles nicht gegeben hat. Gehaltvolle Reden von Politikerinnen etwa. Würdevolle Gesten von Würdenträgern. Und Flaggen, vor allem Flaggen gab es kaum welche, auch keine Wimpel oder Fähnchen, jedenfalls nicht dort, wo sie sonst gewesen wären. Berlin hat am 8. und 9. Mai zwei seltsame Tage verlebt. Weder der Tag der Befreiung noch der Tag des Sieges fühlten sich an wie sonst. Nichts an ihnen war befreiend, gewonnen hat gar keiner.

Am sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin geraten in den Morgenstunden des 9. Mai zwei Männer auf Russisch aneinander. Beide s…

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