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Ukraine dieses Jahr unschlagbar: Wie passt der russische Krieg in das Format des ESC?

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2016 siegte Jamala: In „1944“ besang sie Stalins Deportation der Krim-Tataren, eine kaum verhüllte Kritik an Russlands Besetzung der Halbinsel

Foto: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images

Dem Eurovision Song Contest (ESC) haftet der Ruf an, qualitätsarme Unterhaltung anzubieten, billige Kopien standardisierter Pop-Formeln, die auf dem globalen Musikmarkt schon abgehakt sind; oder lokale Berühmtheiten, die im internationalen Wettbewerb skurril erscheinen. Die Diskrepanz zwischen zweifelhafter Ästhetik und dem Auftrag nationaler Selbstrepräsentation – typisch für den ESC – hört nicht auf, für Scham und Spott zu sorgen.

Den Veranstaltern – der European Broadcasting Union (EBU) als Dachverband europäischer Fernsehanstalten – kann die Häme allerdings egal sein. Sie gehört zum Unterhaltu…

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