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Mit Triggerfaktor

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Şeyda Kurt wirbt für eine postkapitalistische queere Gesellschaft, es geht ihr um eine neue Ethik der Liebe

Foto: Jens Kalaene/dpa

Das Thema Identitätspolitik produziert gerade ordentlich Testosteron (auch von uns Frauen), auch in der Literatur, logisch. Wer sich zuletzt mehr Debatte wünschte, geht dieser Tage öfter „Popcorn holen“, was eine ironische Redensart für die Höhe des Triggerfaktors ist, also für den Grad der emotionalen Aufwühlung. Dazu kommt ein gewisser Unterhaltungswert. Gekämpft wird um mehr Repräsentation im Kulturbetrieb, (siehe offener Brief zu den Buchpreis-Nominierungen der Leipziger Buchmesse) oder gegen kulturelle Aneignung oder, oder – die ganze identitätspolitische Palette halt. Es geht darum, ob eine weiße Schriftstellerin einen Dialog erfinden darf, bei…

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