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Laut, witzig, vulgär

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„Synapse Trading, 2021“– ein Echo der radikalen Entgrenzungskunst

Foto: Uwe Walter, Berlin

Als bekannt wurde, dass Ashley Hans Scheirl mit ihrer Partnerin Jakob Lena Knebl für Österreich den Pavillon auf der Kunstbiennale in Venedig im kommenden Jahr gestalten soll, schrieb die österreichische Tageszeitung Die Presse aus Wien: „Die beste Wahl“. Wie konnte es dazu kommen? Warum wurde sie jahrzehntelang ignoriert – und wieso ist ihre Kunst plötzlich deckungsgleich mit der Gegenwart, mag man sich fragen. Aber in Wirklichkeit kann man sich in Ashley Hans Scheirls Werk seit den späten 1970ern verlieren, so komplex ist das, und es findet sich am Schnittpunkt so vieler Diskurse der Kunstwelt wieder. Scheirl wechselte Pronomina und Geschlechter wie Virginia Woolfs Orlando, tastete die G…

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