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Das Unding begreifen

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Was geschieht, wenn alle reden wollen und keiner mehr zuhören möchte?

Foto: Lluis Gene/AFP/Getty Images

Beglückend muss das Schreiben gewesen sein, denn so wirkt auch die Lektüre – umso mehr, weil die melodische, rhythmische Sprache des 1959 in Südkorea geborenen Autors, der erst Metallurgie in Seoul studierte und später in Freiburg über Heidegger promovierte, einen eigenen Zauber hat. Byung-Chul Han macht Philosophie zum Kunstwerk, indem er sich von Gespür und Erleben tragen lässt in die Weite der Gedanken. Seinem Wissen vertrauend, genießt er das Intuitive seiner Assoziationen und vergisst nie, dass sein Text gerade im Nachvollziehbaren für andere erst seine Bedeutung gewinnt. Immer liegt seinen Überlegungen ein gesellschaftliches Problem zugrunde, das individuell beunruhigen …

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