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Sechs Lolas für die Ambivalenz

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Der ostdeutsche Liedermacher Gerhard Gundermann in seinem Arbeitszimmer, 1993

Foto: Rainer Weisflog/Imago Images

Gundermann wäre es seltsam vorgekommen, auf dieser Bühne zu stehen, er, der nie ein „Star“ sein wollte, keine Autogrammkarten hatte. Der Sänger mit großer Fangemeinde im Osten, der aber im Westen fremd war und es nach dem Mauerfall verweigerte, in die Talkshows zu gehen, nur um bekannter zu werden. „Macht man so im Westen“, riet ihm die Plattenfirma, aber er vertraute nur auf seine Lieder.

Die Filmcrew, die ein Porträt über ihn schuf – und seine Witwe Conny (Gerhard Gundermann ist 1998 gestorben) – wurden vergangenen Freitag im Palais am Funkturm gefeiert, von einer vornehmlich westdeutschen Branche. Der Film über den singenden Baggerfahrer räumte beim Deutschen Filmp…

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