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Mein Garten wird zum Zoo

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Schneckenwettrennen: für Jakob Augstein kein Anblick des Grauens mehr

Foto: Uwe Steinert/Imago Images

Ich hatte einen Garten in Zehlendorf unweit des Schlachtensees. Die S-Bahnlinie zog sich hundert Meter weiter nördlich durch den Wald, doch mein Garten lag ein paar Meter unterhalb der Baumlinie. Mitten am Tag konnte man die Sonne noch sehen, aber nachmittags war es schon schattig und abends kühl, die Nächte waren kalt. Ich habe da glückliche Stunden verbracht und unglückliche und wenn ich jetzt zählen müsste, wüsste ich auch nicht, ob mehr von den einen oder mehr von den anderen. Diesen Garten gibt es wohl noch, aber ich lebe da nicht mehr. Ich lebe anderswo, natürlich in der Hoffnung, die Zahl der glücklichen Stunde möge die der unglücklichen überwiegen, denn was sonst könnte …

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