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Die Müllfischer von Piräus

Der Fischmarkt in Keratsini erwacht nachts zum Leben. Unter Flutlicht schrubben die Besatzungen in Gummistiefeln die Decks der im Hafen liegenden Boote, reparieren die von Kränen herabbaumelnden Netze und legen ihren letzten Fang – Garnelen, Tintenfische und Seehechte – auf Eis. Seit geraumer Zeit gehen ihnen immer öfter ganz andere Dinge ins Netz, die andernfalls vielleicht nie aus dem Meer gezogen würden. „Wir reden von Abfall – von jeder Menge Müll“, sagt Dimitris Dalianis. „Wir finden ihn fast überall.“

Der 47-Jährige hat sich selbst nie als Umweltschützer gesehen. Als Trawlerkapitän ist der Fisch sein Geschäft. Doch nach 30 Jahren auf hoher See – „ein hartes und einsames Leben“ – hat sich der Mann, der eigentlich als der jüngste Fischkutter-Kapitän von Piräus gilt, Ansehen erworben…

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