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Der Körper als letzte Waffe

Cemal Kobanê und Ömer Bağdur liegen in schmalen Betten, beide tragen einen weißen Mundschutz, es riecht nach Desinfektionsmittel. An den Wänden hängt ein Antifa-Banner und eine Fahne mit dem Abbild Abdullah Öcalans, des Gründers und Vorsitzenden der kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Für die Aufhebung seiner Isolation hungern die beiden Männer hier seit 100 Tagen. Und seit mehreren Wochen teilen sie sich ein kleines Zimmer in einem unscheinbaren Gebäude im Bezirk Reinickendorf im Norden Berlins. Hier hat NAV-DEM, das demokratische Gesellschaftszentrum der Kurdinnen in Deutschland, seinen Sitz. Auf dem Nachttisch der beiden Männer stehen Fotos ihrer Familien. Beide sind verheiratet und haben Kinder, die ihre Väter an den Wochenenden in Berlin besuchen – so oft es geht. Denn eigentlich komm…

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