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Zurück auf Schmerz

Wer heute nicht zum Computer greift, um Leben in unbewegte Objekte zu hauchen, sondern dafür im Puppentrick-Verfahren Millimeterarbeit leistet, entscheidet sich bewusst für eine obsolete Technik. Dass Wes Anderson nach Der fantastische Mr. Fox (2009) für Isle of Dogs – eine schon im Titelklang kaum verhohlene Liebeserklärung – wieder zu dieser Tricktechnik greift (und dabei, versteht sich, ein extravagantes visuelles Trick-Feuerwerk abfackelt), macht angesichts seines filmografischen Projekts reichlich Sinn: Wie kein zweiter Filmemacher seiner Generation sehnt sich Anderson, Jahrgang 1969, nach Haptik und Textur des 20. Jahrhunderts, insbesondere nach dessen kultureller Blütezeit der 50er bis 70er Jahre.

Vom gediegenen Retro-Popsong bis zum gediegenen Briefpapier sind Andersons Filme ma…

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