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Krieg den Datschen!

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Alles Datscha

Foto: Hans Blossey/Imago

Datscha sagt man auf Russisch. Die Bezeichnung für ein Wochenendhaus auf dem Land gehört zu den russischen Wörtern, die in den DDR-Wortschatz eingegangen und bis heute geblieben sind. Vor den Toren Berlins, in der Uckermark, nennt so ziemlich jeder eine Datscha sein eigen, beziehungsweise, jetzt tut mal nicht so affig, öfter ist es mehr ein Vierkantgehöft. Freitags fährt der Hipster, das alte Ensemble der Volksbühne, die neue Boheme, kurz: Hinz mit Kunz zum Zweitwohnsitz. Rasch die Shabby-chic-Decke auf den Tisch, (letztens hat die Glut der Zigarette einer exaltierten Schauspielerin ein Brandloch hinterlassen), später gibt’s Brot vom vorletzten Ostbäcker der Stadt, von dem man den Besuchern zum x-ten Mal erzählen wird, wo Bartel sein Brot k…

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