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Jenseits der Struktur

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Die Leidensgeschichten der Flüchtlinge aus Burundi häufen sich BIld: Spencer Platt/Getty Images

Thierry will reden, doch die Erinnerungen schnüren ihm die Kehle zu. Die Hiebe und Stiche, sein schwer verletzter Vater, der um sein Leben fleht, ehe maskierte Männer ihn mit Macheten zu Tode hacken. Thierry sackt in sich zusammen, ein kleiner, frierender Mann auf einer Holzbank, gleich hinter der Grenze, in Tansania. Die Hölle liegt am anderen Flussufer, in dem Land, das bis vor zwei Stunden seine Heimat war. „Überall in Burundi fließt Blut“, sagt der 27-jährige Bauer Thierry, der darum bittet, seinen Namen zu ändern, um die noch in Burundi lebende Familie zu schützen. Er krempelt Ärmel und Hosenbeine hoch. Frische Schnittwunden sind zu sehen. Nur einer von über 250.000 Menschen, die…

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