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Der Name, auf den der Apparat hört

Michael Tschesno-Hell ist ein unverwechselbarer Name, erklären muss man ihn trotzdem. Also immer Attribute, Charakterisierungen hinterherschicken: DDR-Kulturfunktionär, Verlagschef bei Volk und Welt, Drehbuchautor der Thälmann- und Liebknecht-Filme. Oder auch Der Bolschewist – so heißt das Buch, das der Schriftsteller Ralph Hammerthaler über Tschesno-Hell geschrieben hat. Und das man für einen konzeptkunsthaften Scherz halten könnte, für die Grille eines Autors, der über Kunstproduktion und Parteinahme im ideologisch umkämpften deutschen 20. Jahrhundert nachdenkt anhand einer ausgedachten Person: der Monografie über einen Unbekannten.

Im Umfeld von Field

Denn das Kuriose an Tschesno-Hell ist nicht einmal, dass er selbst Leuten, die in der DDR gelebt haben und mit Film zu tun hatten, kau…

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