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Die Nominierten II

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Collage: der Freitag

Endlich fremd!

Betrachtung Heike Behrend forschte in Afrika und wurde selbst zum Studienobjekt

Können wir aus unserer Haut heraus? Ist es uns möglich, aus der Perspektive unseres bequemen und nicht selten oberlehrerhaften Eurozentrismus auszubrechen? Ja, wir können, wie Heike Behrends verblüffend erfrischendes Buch Menschwerdung eines Affen. Eine Autobiografie der ethnografischen Forschung beweist. In den 70er Jahren kommt sie als die Fremde und „Kannibalin“, wie sie die Einheimischen nennen, nach Kenia und Uganda. Während sie meint, die anderen zu beobachten, wird sie derweil selbst zum Studienobjekt der Afrikaner. Die Folge: die sukzessive Hinterfragung der eigenen wissenschaftlichen Disziplin, die bei genauerem Hinsehen nicht frei ist von Spuren kolonialen …

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