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Das Unbehagen in gewissen Sportkostümen

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Die Turnerin Sarah Voss im Ganzkörperanzug bei der EM-Qualifikation im April

Foto: Georgios Kefalas/Picture Alliance/Keystone

„Gymnastikanzug“ ist ein Triggerwort. 80 Prozent Polyester, 20 Prozent Spandex, ein dünner, hautenger Stoff, unter dem sich jede Rippe und jede Rundung abzeichnet. Sagt man „Gymnastikanzug“, kommt ein mitfühlend und zugleich wissend klingendes „Ooh“, das man sonst meist aus Gesprächen über Wurzelbehandlungen kennt. Welche Reaktionen allein das Wort auslöst, wurde mir erst bei den Turn-Europameisterschaften klar. Ende April sorgte Sarah Voss für Aufsehen, als sie bei der EM im langen Ganzkörperanzug antrat. „Als kleines Mädchen fand ich die knappen Turnanzüge nicht so hochdramatisch. Aber als die Pubertät begann, als die Periode dazukam, da hatte ich zuneh…

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