Loading

Das Ich. Wer? Ich?

placeholder article image

Foto: Nora Hollstein/Connected Archives

Dass die Gegenwartsliteratur in den vergangenen Jahren streitbarer und politischer wurde, lässt sich kaum bestreiten. Im Schatten des Klimawandels sowie der Polarisierung der Gesellschaft etablierte sich eine neue Ernsthaftigkeit. Literatur, von Michael Kleeberg über Monika Maron bis hin zu Juli Zeh, wurde zum Medium der Kritik, der Dystopie, manchmal gar zur versuchten Weltrettung. Indessen scheint sich bei einigen AutorInnen jedoch auch eine Tendenzwende abzuzeichnen. Sie bildet sich allen voran in der Liste der Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse ab: Statt des öffentlichen gerät nun verstärkt das private Leben in den Blick. Die SchriftstellerInnen fragen nach der Identität, nach dem, was den Vereinzelten ausmacht in einer …

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.