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Wir müssen auch nicht immerzu verreisen

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Abstand für immer? Irgendwann reicht es auch

Foto: Maja Hitij/Getty Images

„Wir sind emporgewachsen über die Mitte des Lebens, wo es grünt und warm ist. Aber es ist nicht das Schlimmste, was die Jugend überlebt.“ Das schreibt Friedrich Hölderlin in seinem Hyperion.

Allerschönstes Frühlingswetter, und das im sonst so häufig verregneten April. Ich sitze in der Sonne in meinem Garten, oben am Hang über Heidelberg-Rohrbach, mit weitem Fensterblick über die Rheinebene bis zur Haardt, ab und zu taumelt ein Zitronenfalter vorüber. Amseln zwitschern, Narzissen duften, es ist die reine Idylle, die es angeblich nicht mehr gibt.

Natürlich ist es anstrengend, die Esswaren, da ich kein Auto besitze, mit dem Fahrrad den Kühlen Grund emporzuschleppen, zumal ich 81 bin, doch vermutlich ist meine …

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