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Im Netz gefangen

Das Publikum kann nicht kommen, die Öffentlichkeit fehlt – was also macht die Kunst in Corona-Zeiten? Im besten Fall nutzt sie den Shutdown zur Besinnung, zur schöpferischen Anstrengung. Künstlerisches Schaffen entsteht nicht zuerst für einen Betrachter oder Zuschauer, sondern aus einer inneren Notwendigkeit und Leidenschaft heraus. Kunst darf als Hingabe, als ein emanzipatorischer Akt verstanden werden, der nicht danach fragt, was das Publikum sagt, die Öffentlichkeit meint, woher das Geld kommt. Wenn nun Künstlerinnen und Künstler vorerst nichts sagen, nichts kundtun, muss das also nicht beunruhigen (beunruhigen muss allerdings, wie es um die wirtschaftliche Existenz der Kunstschaffenden bestellt ist). Öffentlichkeit heißt in Corona-Zeiten jedoch: digitale Öffentlichkeit. Jeder konkur…

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