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„Wir wachsen stetig“

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Foto: Jan Michalko/re:publica

Jeannine Koch ist re:publica-Fan der ersten Stunde und war schon als Teilnehmerin, Volunteer, Partnerin und Speaker auf der Veranstaltung aktiv. Nun ist sie Direktorin – und immer noch mit ungebrochener Begeisterung dabei.

Auf welche Neuerungen können sich die Teilnehmer*innen der re:publica in diesem Jahr freuen?

In diesem Jahr haben wir noch mehr denn je einen besonderen Fokus auf unsere seit Jahren gewachsene Community gelegt. Aus diesem Grund gibt es erst mal in der großen Ausstellungshalle eine sogenannte Community-Stage, die re:aders corner. Außerdem haben wir mit dem Mentor*innen-Programm einen weiteren Weg eingeschlagen, noch stärker mit den Menschen in den Austausch zu gehen, die uns seit vielen Jahren die Treue halten und manche Ecken der re:publica besser kennen als wir selbst. Die Mentor*innen werden sich einige der „Newbies“ schnappen und sie über die re:publica führen, sie mit anderen Mitgliedern der re:publica-Community bekannt machen und somit eines unserer Hauptaugenmerke, nämlich das Miteinander, den Austausch und die Vernetzung, maßgeblich mitgestalten. Wir freuen uns sehr, dass es dieses Jahr so viele Interessierte gab, die daran teilnehmen wollen.

Die diesjährige re:publica erlebt ja auch eine deutliche flächenmäßige Vergrößerung. Wie kam es dazu und was passiert an den neuen Standorten?

Die neuen Orte, wie das B-Part Am Gleisdreieck und der Museumspark des Deutschen Technikmuseums, die wir in diesem Jahr hinzugenommen haben, sind unter anderem eine Schlussfolgerung aus der stetig wachsenden Teilnehmer*innenzahl der re:publica. Auch unsere Umfrage am Ende der letzten re:publica bestätigte unseren eigenen Eindruck, denn auf die offene Frage hin, was unseren Teilnehmer*innen im Kontext #rp18 in den Sinn kam, war die Antwort unter anderem vielfach auch: „voll“, was uns aus Veranstaltersicht natürlich freut. Aber das muss sich natürlich die Waage halten. Wir sind dieses Jahr zum achten Mal in der STATION Berlin und kommen allmählich an unsere Kapazitätsgrenzen. Deshalb wird sich die re:publica in diesem Jahr erstmals über einen größeren Radius erstrecken als jemals zuvor.

Vor der re:publica findet in diesem Jahr zum zweiten Mal das Netzfest statt und parallel zur re:publica die Fachkonferenzen, was sind hier die Unterschiede zu den Veranstaltungen und an wen richten sie sich?

Mit den Fachkonferenzen haben wir bereits im letzten Jahr eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die sich ganz gezielt an die Expert*innen einer Branche, eines Themas richtet, bzw. an jene, die es werden wollen. Im Rahmen der Fachkonferenzen widmen wir uns einen ganzen Tag lang nur einem Thema. In diesem Jahr sind das unsere Fachkonferenzen „Digital Hemp“ und „Events re:loaded“. Das Netzfest hingegen richtet sich an die breite Öffentlichkeit, an Jung und Alt. Hier geht es vor allem auch um Wissenstransfer und die Heranführung an zum Teil komplexe Themen der digitalen Gesellschaft.

Das Motto der #rp19 ist „too long, didn’t read“. Wie kann man ein Publikum für komplexe Inhalte gewinnen, ohne es zu überfordern?

Man muss zum einen eine ausgewogene Darstellung von Fakten und Diskussion zulassen, um gegenseitig Raum für Verständnis zu kreieren. Komplexe Inhalte benötigen umso mehr ein durchdachtes Herunterbrechen auf die wesentlichen Kerne, ohne den Sachverhalt zu verändern oder tendenziös zu werden.

Was sind deine persönlichen Highlights der #rp19?

Neben neuen Formaten wie der re:cruiting Area, dem re:connection Space im B-Part oder „Next Generation“ im Kühlhaus und den Movie Nights im Museumspark bin ich vor allem gespannt, wie die neuen Standorte angenommen werden. Das sind, neben dem fantastischen Programm rund um Alexander Gerst, Margrethe Vestager, Gunter Dueck und andere, aktuell tatsächlich die Dinge, auf die ich mich riesig freue.