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Gerade rechts

Oskar Roehlers neuer Film HERRliche Zeiten soll eine Komödie sein. Komisch ist die aber nur als Klamauk: Hauptdarsteller Oliver Masucci spricht Rheinisch, lacht blöd und rennt gegen Türen. Was auch darauf hindeutet, dass der Stoff nicht als Komödienmaterial taugt. Der entscheidende Witz, dass Masuccis Schönheitschirurg nach dem Abgang der Putzfrau ein Inserat unter dem Titel „Sklave gesucht“ schaltet, um neues Personal zu finden, ist gar keiner – der zentrale Einfall des Films hängt kontextlos in der Luft.

Seinen Stoff hat Roehlers Film von Thor Kunkels Roman Subs von 2011 (Drehbuch: Jan Berger). Das Projekt hieß auch lange so – in den Förderentscheidungen (Filmstiftung NRW: 800.000 Euro, Medienboard Berlin-Brandenburg: 150.000 Euro) wie in der Kommunikation zum Dreh. Es kommt vor, das…

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