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Erstarrende Macker

Eine rasante, persönliche Aufarbeitung der Achtundsechziger ist dieses Buch. Warum man Gretchen Dutschkes 1968: Worauf wir stolz sein dürfen gerne liest, ist freilich auch der Klatsch, den es enthält, die Randnotizen aus erster Hand, so zum Beispiel, dass die ersten Molotov-Cocktails, die flogen, von einem kamen, den sie in der Szene den „S-Bahn-Peter“ nannten, (und der ein bisschen wie der „Kristall-Rainer“ aus Sven Regeners Roman Herr Lehmann klingt, und von Kristallrainer dachten sie später im Häuserkampf-Kreuzberg der 1980er, in dem ja so manch ein Altachtundsechziger dann hängengeblieben war, dass dieser Kristall-Rainer verdächtig nach Zivilfahnder aussah).

Der echte S-Bahn-Peter hieß allerdings Peter Urbach, und der war bekanntlich ein V-Mann des Verfassungsschutzes; bis heute pik…

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