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Ein anderes Selbstbild

Da ist eine Fensterfront gespickt mit gerafften Polyestergardinen, die wie schwere Augenlider auf den Architekturen der 60er Jahre liegen, die Straßen in den Geschmack vergangener Zeit hüllend. Der Reihe nach versammeln sich dazu die Leuchtreklamebuchstaben der Erdgeschossläden, in den Wohngebieten ist die Stadt ruhig, die Touristen tummeln sich an den für sie vorgesehenen Ansichtskartenmotiven: sichtbare Orte und Bilder, die einem in Köln begegnen.

Immer häufiger bahnt sich auch Unsichtbares durch mediale Formen in die öffentliche Wahrnehmung. Oft wird dabei weniger im mehrstimmigen Streitgespräch entworfen als durch das Regiment der schnellen Meinung und einer Abwägung des persönlichen Wohls. Was setzen Kulturräume dieser Entwicklung entgegen?

Der Fokus des Internationalen Frauenfilmf…

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