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Brütsch was?

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Illustration: Susann Massute für der Freitag

Die Welt lerne ich nicht kennen, indem ich herumkomme und fremde Sprachen spreche, sondern indem andere herkommen und bei mir Deutsch lernen. Meine Schüler kommen nicht als Flüchtlinge. Sie sind jung, gut ausgebildet, wollen in Berlin leben und arbeiten. Wenn wir nach 60 Unterrichtsstunden Futur behandeln, dann fallen Sätze wie „In zehn Jahren, ich bin gegangen zurück in Australien und werde haben zwei Kinder“ oder „In zehn Jahren, ich will haben mein eigenes Firma in Bolivien“.

Als Ausgleich für die geringe Bezahlung wird diesen hippen jungen Start-up-Mitarbeitern aus den USA, England, Russland, Spanien, Schweden ein- bis zweimal pro Woche kostenloser Deutschunterricht angeboten. Während der Arbeitszeit. Sie arbeiten in Online-Untern…

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