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1998: Dogma statt D-Mark

Diese Währungsunion hat eine lange Vorgeschichte. Seit 1970, als das Krachen im Gebälk des Nachkriegssystems von Bretton Woods unüberhörbar wird, versuchen die Länder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) in ihrem Teil Europas eine Zone fester Wechselkurse zu etablieren. Man will Devisenspekulanten ausmanövrieren. Zudem bietet der Gemeinsame Markt einen geeigneten Rahmen, um einer Währungsunion näher zu treten. Dank der deutschen Einheit wird sie 1990 vom prophetischen zum realistischen Projekt. Kanzler Kohl tauscht die D-Mark gegen den Segen der damaligen Europäischen Gemeinschaft (EG), besonders Frankreichs, zur Wiedervereinigung. Und schon 1992 werden mit dem Vertrag von Maastricht Konvergenzkriterien für alle Länder definiert, die den Euro einführen wollen. Freilich gibt es…

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