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Ohne Revolutionen dauern die Dinge länger

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Schon in den 70er-Jahren streikten und demonstrierten die Metaller für die 35-Stunden-Woche. Sie wurde bis heute nur in Westdeutschland Realität

Foto: Klaus Rose/IMAGO

Beinhart verteidigen Sachsens Metallarbeitgeber eines der letzten Symbole der Spaltung Deutschlands: die 38-Stunden-Woche. Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall steht die Lohnmauer immer noch. Ausgerechnet in der produktivsten und profitabelsten Branche, der Metall- und Elektroindustrie, arbeiten die ostdeutschen Beschäftigten jede Woche unbezahlt drei Stunden länger als ihre Kollegen im Westen. Mit Warnstreiks in den ostdeutschen Autofabriken von Porsche, BMW und Volkswagen macht die IG Metall gerade mobil, um die Sache endlich zu Ende zu bringen.

Die ostdeutschen Automobilfabriken sind die modernsten und ef…

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