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In der Zauberkiste

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Tapst da ein Marder auf dem Dachboden?

Foto: Magali Lambert/Vu/Laif

Autobiografische Deutungen bleiben, wenn sie nicht in Bücher eingehen, immer unabgeschlossen: Man ist Teil einer Geschichte, deren Ende man nicht kennt. Das eigene Leben ist deshalb Gegenstand konstanter Deutungsarbeit. Die Erzählerin von Judith Hermanns neuem, für den Leipziger Buchpreis nominierten Roman ist mit solchen Selbstdeutungen verstärkt beschäftigt. Sie befindet sich an einem biografischen Wendepunkt: Nach dem Auszug der erwachsenen Tochter hat sie ihren Mann und die Stadtwohnung verlassen, um ein Haus am Rand eines Dorfs am Meer anzumieten, wo sie als Kellnerin in der Kneipe ihres Bruders arbeitet. Vorangestellt ist der Haupthandlung, die sich in diesem Dorf abspielt, allerdings eine Erinnerung an ei…

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