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Etikettenschwindel

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Foto: Paulo Amorim/Picture Alliance/NurPhoto

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Augustulus Das 475 eingesetzte „Kaiserlein“, ein 15-Jähriger, war schon deshalb eine Lachnummer, weil der Kaiser in Ostrom (Byzanz) ihn als Amtskollegen nicht anerkannte. Sein Vater, der aus Ungarn stammende römische Heerführer Orestes, hatte das Amt usurpiert und seinem Söhnchen überlassen, woran man auch sieht, dass es gar nichts mehr bedeutete. Nachdem Orestes von seiner Truppe, die aus Germanen bestand, ermordet worden war, hatte auch deren Anführer Odoaker keine Lust, den Kaiser zu spielen. Das „Kaiserlein“ schickte er 476 in den sicher sehr angenehmen Ruhestand auf dem Landgut des berühmten Lucullus. Unwichtige Geschehnisse, aber wir brauchen Einschnitte, und so gilt Romulus Augustulus heute als letzter Kaiser von Westrom, über…

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