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Ich berühre, also bin ich

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Foto: Sergey Filimonov/Stocksy

„Die Machtverhältnisse durchziehen das Körperinnere.“ Ein komischer Satz. Durchziehen. Dieses Wort hat der französische Philosoph Michel Foucault gewählt, um zu beschreiben, wie der Mensch mit all den anderen Menschen als Bevölkerungskörper organisiert wird. Er sagte nicht: Macht unterdrückt den Körper. Nicht: Macht formt den Körper. Nein. Sie durchzieht.

Foucault untersuchte die Biopolitik: Wie bestimmen die Machtverhältnisse das Leben und Sterben? Wie das soziale Miteinander der Körper? In einer Zeit, in der der Staat das Leben und Sterben einer Bevölkerung mehr denn je reguliert und dabei sogar Zugriff auf die Entscheidung hat, von wem wir uns umarmen lassen, scheint es geraten, auf Foucault zu hören: Um zu verstehen, wie aktuelle Machttechniken …

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