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Kalte Wut, kämpf!

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Illustration: der Freitag

Gemütliches Denken wird es angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Verhärtungen kaum richten, meint Dietmar Dath. Wie man heiße Wut in ungemütliche Theorie verwandelt, kann man von keinem besser lernen als von Karl Marx, dessen Philosophie Dath jetzt in aller Kürze auf den Punkt gebracht hat.

der Freitag: Sie beschäftigen sich nicht erst seit gestern mit Marx und haben nun ein äußerst persönliches Buch über ihn geschrieben. Er hatte Sie, so schreiben Sie, im Alter von 15 überzeugt. Danach war es zu spät, von Marx „abzuspringen“. Wie kam es dazu?

Dath: An meinem Gymnasium gab es rechte und linke Lehrerinnen und Lehrer. Die rechten waren Horrorgestalten, die linken gescheiterte Achtundsechziger. Musste man so werden, war dies das Erwachsensein? Gab es…

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