Loading

„Empathie ist da“

Männer können kaum über ihre Gefühle und erst recht nicht über ihre Sexualität reden, heißt es oft. Besonders deutlich werde das durch die #metoo-Debatte zu sexualisierter Gewalt. Zeit, mal jemanden zu fragen, der das erklären kann: den Schriftsteller Christian Seidel.

der Freitag: Herr Seidel, in Ihrem Buch „Ich komme – Was Mann beim Sex fühlt“ beschreiben Sie männliche Gefühle. Warum fällt es manchen Männern so schwer, über Sex zu sprechen?

Christian Seidel: Weil das nicht männlich ist. Die männliche Geschlechterrolle, die über Jahrhunderte verfestigt wurde, verbietet das und grenzt Weiblichkeit aus. Alles, was als vermeintlich weich, schwach, weiblich gilt, wird nicht angenommen und nicht so leicht gelebt. Dadurch entsteht ein unglaublicher emotionaler Überdruck. Sex ist für Männer e…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.