Loading

Einmal füttern, bitte

placeholder article image
Nahrungsaufnahme ermöglichen

Foto: George Marks/Retrofile/Getty Images

Ich soll in Zukunft vorsichtig sein mit dem Begriff „Füttern“. Er ist belastet, wie ich eben dem Leserbrief von Herrn S., Ausbilder für Altenpflege, entnehme. S. schreibt mir zu einem Artikel über den Alltag in der Pflege. Da wird erzählt, was für eine intime und sensible Tätigkeit es ist, alten Menschen das „Essen zu reichen“. Was für eine abstrakter, bürokratischer Ausdruck für etwas so Sinnliches, dachte ich, der Redakteur des Artikels, und machte daraus „Füttern“, bevor der Bericht in Druck ging.

Herr S. reagierte sogleich und mehr als erbost. Der Begriff „Füttern“ werde im Zusammenhang mit der Pflege schon seit mehr als zwanzig Jahren nicht mehr benutzt. Er setze Menschen mit Tieren gleich, die man „fütt…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.