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Mitten im Wahnsinn

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Intensivstation des Krankenhauses Bethel in Berlin

Foto: Kay Nietfeld/Picture Alliance/dpa

Vergangenen Samstag auf der Friedrichstraße in Berlin, ein Mann ruft in ein Mikrofon: „Wenn ich heute die Menschen in Schwarz ansehe, glaube ich, dass der Faschismus damals nicht bekämpft wurde!“ Ein Satz wie ein Hammer, zumal er vor einem Bundesministerium fällt – und auch noch dem für Gesundheit. Doch so rabiat der Sprecher klingt, wenn er die schwarz gekleidete Staatsmacht beschreibt, so bunt erscheint die Meute vor ihm. Protestierende halten Luftballons in Herzform hoch, schwenken Fahnen mit dem Konterfei von Che Guevara oder einer Faust, die ein Hakenkreuz zerschmettert, verkünden dazu per Plakat, sie seien „gegen Nazis“. Viele hier sind dem Aufruf von „Es reicht!“ gefolgt, einer Init…

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