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Ein Lernprozess

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Szene aus „Dantons Tod“ mit Ron Iyamu (sitzend)

Foto: Thomas Aurin

Nach Machtmissbrauch, Sexismus, Mobbing nun also Rassismus. Der Düsseldorfer Skandal ist ein Aufprall mit Ansage. 2018 wähnte sich der Deutsche Bühnenverein auf der Höhe der Zeit und beschloss einen „wertebasierten Verhaltenskodex zur Prävention von sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch“. Zwar purzelten ein paar Intendanten und Regisseure wegen „toxischer Männlichkeit“ die Karriereleiter runter, doch an Rassismus dachten damals offenbar die wenigsten. So basisnah, sprich alltäglich wollte man sich die ästhetische Reflexionsmaschinerie Theater, die sich seit Jahrhunderten als Moralapostel für alle „Erniedrigten und Beleidigten“ aufspielt, dann doch nicht vorstellen. Das Düsseldorfer Schauspielhaus führt nun de…

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