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Mitglieder einer Nichtregierungsorganisation verteilen selbstgenähte Schutzmasken im Flüchtlingslager Moria

Foto: Manolis Lagoutaris/AFP/Getty Images

Wenn in dieser Woche nach endlosen Ankündigungen „bis zu 50 unbegleitete Minderjährige“, wie es offiziell heißt, aus dem Lager Moria auf der Insel Lesbos nach Deutschland geholt werden, wie soll man darauf reagieren? Was daraus schließen? Dass ein humanitärer Minimalismus waltet, der fast schon lächerlich wirkt, wäre er nicht so armselig? Dass der Hang zum Limit einen Staat beschämen sollte, der gern andere zu menschenwürdigem Verhalten ermahnt und – wenn möglich – bestraft, sofern dieses ausbleibt? Dass Bundesregierungen seit Jahrzehnten von humanitärem Völkerrecht reden, aber Flüchtlinge davon ausklammern? Dass mehr getan werden …

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