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1945: Junge von Block 61

„Jawoll, Herr Kommissar. Wie lange ich im Lager bin? Acht Jahre, Herr Kommissar! Wie ich das ausgehalten habe? Als ich noch im Polizeigefängnis saß und zum ersten Mal von Buchenwald hörte, das klang so ..., nein, aber das war ganz anders. Schlamm, nichts als Schlamm. Das Schlimmste waren die Appelle, frühmorgens noch mitten in der Nacht. Runter vom Strohsack und in die nassen Klamotten. Antreten zum Appell. Im Gleichschritt, Marsch! Links, zwei, links, zwei. Pitsch, patsch, pitsch, patsch. Appellplatz, Schlammsee, Stehen. Regen wie aus Gießkannen, weiter stehen, schaukeln, frieren. Arbeitskommandos antreten, raus aus dem Lager. Pitsch, patsch, pitsch, patsch. Ein Lied! Mitten im Wa-halde, überdeckt von So-honnenschein, im letzten Haus an der Hei-heide, sitzt ein steinaltes Mä-hägdelein …

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