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„Sie wandten sich ab“

Lange hat die türkische Künstlerin Nil Yalter am Radar einer breiten Öffentlichkeit vorbeigearbeitet. Erst jetzt, im Alter von 81 Jahren, wird ihr im Kölner Museum Ludwig die erste werkumspannende Retrospektive zuteil, die ihr beeindruckendes Schaffen aus fünf Jahrzehnten würdigt. Nil Yalter wurde 1938 in Kairo geboren, wuchs in Istanbul auf, reiste als 18-jährige Schauspielerin und Performancekünstlerin durch Iran und Indien und lebt seit 1965 in Paris. Ihre großen Themen Feminismus, Migration und Identität sowie Klassen- und Genderfragen sind hochaktuell.

der Freitag: Frau Yalter, wie ist das, wenn man mit 81 Jahren plötzlich berühmt wird?

Nil Yalter: Natürlich freue ich mich darüber, aber ich wünschte, es wäre früher passiert, und es ist schade, dass das nicht so war. Das Gute ist wi…

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