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Du kannst nichts dafür

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Foto: Gamma-Keystone/Getty Images

Britney Spears findet die Todesstrafe gut. In einem Interview mit der Illustrierten Gala verkündete sie diese Haltung im Jahr 2002, und der US-amerikanische Popstar gab auch gleich den Grund an: „Wer schreckliche Dinge getan hat, muss eine angemessene Strafe dafür bekommen. So lernt er seine Lektion für das nächste Mal.“ Es sind lapidare Sätze, die sich leicht als Ausrutscher einer damals 21-Jährigen abtun ließen. Tatsächlich aber offenbaren sie in unfreiwilliger Komik die von der Kinderstube bis in den Gerichtssaal verbreitete Funktion von Strafe, die in westlichen Demokratien meist auf Rache und Genugtuung basiert.

In den Vereinigten Staaten von Amerika bringen es Menschen fertig, glühende Anhänger der Todesstrafe zu sein und jeden Schwangersc…

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