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„Wie geht’s dir?“

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Smalltalk, denn zwischen Bar und Toilette bleibt immer Zeit für'n Gespräch und Platz für Komplimente (Blumentopf)

Foto: Westend61/Imago

Es ist die deutscheste aller deutschen Fragen: „Wie geht’s dir?“ Oder es ist die standardisierte Antwort, die ihr diese Zuschreibung verleiht: deutsch. Dieses Gefühl, man müsste darauf eine Antwort geben. Ich habe noch nie darüber nachgedacht, über diesen Dialog, den ich, wie alle, täglich mehrmals führe: „Wie geht es dir?“ „Danke, gut.“ Und weil man höflich ist, fügt man noch hinzu: „Und selbst?“

Nichts davon ist gemeint, aber man fühlt, ein Gespräch geführt zu haben. Meine Mutter steigt in das Auto ein, in dem bereits meine Freundin sitzt, die sich in ihrer charmant-vereinnahmenden Art sofort der neuen Mitfahrerin zuwendet, wie ich es vielleic…

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