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Und Renoir erzählt

Es gibt heutzutage sicherlich keinen Autor bei uns, dem es wie Helmut Färber gelingt, beim Schreiben über Kino einen unverwechselbaren eigenen Blick und eine ebensolche Sprache zu kreieren. „Es ist eigentlich maßlos erstaunlich“, schrieb Färber im Jahre 1965, „dass die deutsche Filmkritik es noch immer für ihre wichtigste Aufgabe hält, die jeweils neuesten Filme zu beurteilen. Denn: sofern sie sich mehr zutraut und abverlangt, als den Betrieb mit einer wirren Folge von Seufzern und Juchzern zu begleiten, Sonderform der Reklame, die gegenwärtig noch beliebte kulturelle Note – sofern sie anderes sein will als ihre Parodie, ist dies Verfahren völlig ungenügend.“ Färber hat seinen Einwand gegen die Aktualitätsfokussierung und deren Kurzatmigkeit stets berücksichtigt. Sein Filmschreiben ist …

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