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Seka und der adlige Kommunist

In ihrem Roman Ein Krokodil für Zagreb erzählt Marina Achenbach die Geschichte ihrer Eltern, von Seka aus Sarajevo und ihrem Mann Ado von Achenbach, der nach Kroatien geflohen ist, ein Krokodil unter dem Hemd. Seka, die eigentlich dem Erben einer Glühlampenfabrik versprochen ist und als Journalistin arbeitet, ist so fasziniert von dem doppelt so alten Theatermann, Kommunist aus preußischem Offiziers- und Ministerhaushalt und zwanzig Jahre zuvor Münchner Räterepublikaner, dass sie die Pläne ihrer Familie durchkreuzt und Ado heiratet.

Gleich am Anfang des Buches schreibt Marina Achenbach über die Splitter seines Lebens, die Ado vor der jungen Journalistin Seka ausstreut und die sie im Schreiben zusammenfügt zu einer Geschichte. Ähnlich arbeitet auch ihre Tochter, nur dass sie die Splitter…

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